Digitale Vorvermessung
Es hat sich bewährt, dass der Auftrag in einem Diagramm schematisch aufgezeichnet wird. Das Diagramm kann dann später in der Dokumentation der Streckenbeschreibung angehangen werden. Es ist z.B. für den Veranstalter und auch die beim Wettkampf anwesende Verbandsaufsicht von Vorteil, wenn die Streckenabläufe in einem einfachen Schema nachvollzogen werden können.
Es hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass die geplanten Wettkampfstrecken regelmäßig zu kurz sind. Die Folge ist, dass die örtliche Vermessung dann aufwendig modifiziert werden muss, um die Strecken in dem von den Behörden geplanten Genehmigungsraum abzubilden.
Daraus folgernd macht es Sinn, dass der ausführende Vermesser im Vorfeld abschätzen kann, ob die vom Veranstalter geplanten Strecken und Zwangsbedingungen wie Start, Ziel, Wenden und Absperrungen überhaupt umsetzbar sind.
Es bietet sich an, mit einfachen Mittel z.B. in Google Maps die Strecken in der Luftbilddarstellung vorab digital zu vermessen. Mit ein wenig Sorgfalt kann hier schon eine gute Genauigkeit erreicht werden und es wird abschätzbar, ob die Streckenlängen wie geplant erreicht werden können.
Planung der Eichstrecke
Sollte am Ort oder in zumutbarer Nähe keine Eichstrecke zur Verfügung stehen, kann der Vermesser ebenfalls z.B. mit Google Maps und dem mittlerweile in Deutschland freigeschalteten Street View geprüft werden, wo am Vermessungsort eine möglichst ruhige Strecke für eine Eichstrecke sein könnte. Es hilft hier auch, mit dem Veranstalter die ausgesuchten Standorte vorab im Gespräch auf Umsetzbarkeit abzuklopfen. Regelmäßig bieten sich Radwege an Straßen oder Flüssen an, um eine gradlinige Strecke von ca. 300 Meter zu finden. In Gewerbe- oder Industriegebieten finden sich ebenfalls häufig Streckenabschnitte, die als Eichstrecke später dienen können.
Abstimmung der Abläufe
Es hat sich ebenfalls bewährt, mit dem Veranstalter das Sicherheitskonzept frühzeitig durchzusprechen. Der vom Vermesser geplante Messablauf kann vorab an den Veranstalter in einem Plan übermittelt werden. Dieser kann dann vor Ort mit den Sicherheitsbehörden die Abläufe „mit“ oder „gegen“ den Verkehr erläutern. Falls die Polizei mit bestimmten Fahrten – in der Regel gegen den Verkehr – nicht einverstanden sein sollte, kann der Vermesser seine Messabläufe vorab auf diese Situation modifizieren. Eine abgestimmte Verfahrensweise ist der beste Weg für die höchstmögliche Sicherheit während der Messfahrten.
